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Institut für Kunstgeschichte Innsbruck
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CONTI, Pietro Antonio

 

1. CONTI, Pietro Antonio (Petro)

 

2. BERUFSBEZEICHNUNG

Stukkateur

 

3. BIOGRAPHIE

???

Pietro Antonio Conti stammte ursprünglich aus Lugano und war beruflich als Stukkateur u.a. auch im ehemaligen Boldogasszony, dem heutigen Frauenkirchen im Burgenland (Ost-Österreich) tätig. Von P. A. Conti sind weder Geburts- noch Sterbedatum bekannt, auch können über seine genauere Herkunft und Ausbildung keine Angaben gemacht werden. Fest steht, dass sich P. A. Conti seit 1697 in Nord-West-Ungarn aufhielt, wo er 1705 als Bürger von Ödenburg, dem heutigen Sopron, vermerkt ist und auch bis 1711 dort belegt werden kann. Sein Sohn Lipót Anatal Conti (geb. Dez. 1708 in Ödenburg bzw. Sopron – gest. 01.01.1773 in Pest bzw. Budapest) war vor allem als bedeutender Steinmetz und nebenbei auch als Bildhauer in Pest (Budapest) tätig.

4. FAMILIEN-, FREUNDES- UND AUFTRAGGEBERKREIS

Nachdem über P. A. Contis Herkunft aus Lugano nichts bekannt ist, können somit auch keine Angaben zu seinem Elternhaus und seiner Ausbildung gemacht werden. Fest steht lediglich, dass er in Ödenburg (Sopron) im Dez. 1708 Vater von Lipót Anatal Conti (gest. 01.01.1773 in Budapest) wurde, der später als bedeutender Steinmetz und gelegentlich auch als Bildhauer in Budapest (Pest) gearbeitet hat. Über seinen Auftraggeberkreis weiß man nur, dass er für Fürst Paul I. Esterházy in Frauenkirchen als Stukkateur tätig war.

 
5. WERK (BURGENLAND)

5.1 Die Stuckverzierungen in der Pfarr- und Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt in Frauenkirchen mit zartem Rankenwerk, Muschelmotiven, Blatt- und Fruchtkränzen sowie Mascarons gelten als gesichertes Werk von P. A. Conti und sind noch vor 1702, d.h. vor Vollendung des Baues, im Auftrag von Fürst Paul I. Esterházy entstanden. Die Freskomalereien wurden von Luca Antonio Colombo (Columba) durchgeführt. Der Bau selbst gilt als Werk des Francesco Martinelli.

5.2 Die Ruinen der Wohnbauten der Burgruine Landsee , die im Besitz der Familie Esterházy war, weisen Reste der Stuckornamentik von P. A. Conti auf.
 
6. ABBILDUNGEN

.1 Stuckverzierungen in der Pfarr- und Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt in Frauenkirchen :

5.1.1 Innenansicht der Kirche in Richtung des Chors

5.1.2 Deckenfresken mit Stuck im Mittelschiff des Langhauses, Detail,

Bildnachweis: SCHLATZER, P. M., 2000, S. 11, 28 (Rückseite der Außenhülle), Fotos: Mag. WEIDL, Reinhard.
 
7. BIBLIOGRAPHIE

CZEIKE, Felix, Das Burgenland, Kunstreiseführer, DuMond Verl., Köln 1988; S. 178

INTERNET (20.02.2004), Burg Landsee:

www.bda.at/dm/0101/denkmal_2.htm-8k

www.burgen-austria.com/PersonenObjekte.asp?show=w-66k

KIRCHENFÜHRER, Basilika Frauenkirchen, Christliche Kunststätten Österreichs, Nr. 17, Verl. St. Peter (Rupertuswerk), Salzburg 1961, S. 1-8

RABER, P. Ludwig, Franziskanerkloster Frauenkirchen (Hg.), Frauenkirchen, Burgenland, Reischl-Druck, Salzburg 19?? (nach 1971); S. 1-5

SCHLATZER, P. Michael, Basilika Frauenkirchen Burgenland, Verlag St. Peter, 1. Aufl. Salzburg 2000; S. 2-6, 10-12, (ABB . S. 11, 28 - Rückseite der Außenhülle)

SCHMELLER-KITT, Adelheid, Dehio-Handbuch Burgenland, Verl. Anton Schroll & Co, Wien 1980; S. 100, 167

SAUR, Allgemeines Künstlerlexikon, Die Bildenden Künstler aller Zeiten und Völker, Bd.21, München-Leipzig 1992; S. 13f.

©Sonja Kölbersberger, September 2004

ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS

 

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