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Institut für Kunstgeschichte Innsbruck
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LICINIO, Giulio

 

1. LICINIO, Giulio auch Licinio Guilio Pordenone Regilio ????

2. BERUFSBEZEICHNUNG

Maler, Portraitist

3. BIOGRAPHIE

* 1527 in Venedig, + nach 1593 (nicht 1561 in Augsburg, entgegen Füßli, Nager, Crowe -Cavalcaselle, u.a.)
Sohn des Arrigo Licinio.
Malt 1556 drei der Rundbilder der Saaldecke in der Libreria Vecchia zu Venedig und erhält am 1. 3. 1560 von den Auftraggebern der Arbeiten in der Libreria, den Prokuratoren de Supra, eine auf Teile der Wanddekoration des gleichen Saales bezogene Zahlung. Geht, angeblich schon 1559 von Venedig nach Augsburg, wo er 1560 Bürger wird. In den Jahren 1560/61 bemalt der Künstler zwei Häuser in der jetzigen Phil. Welserstr. in Augsburg ( Besitzer Hieronymus Rehlinger) mit allegorischen und mythologischen Figuren.
Daraufhin geht Licinio von Augsburg nach Pressburg als kaiserlicher Hofmaler und "Konterfetter", wo er zur Vollendung der Malarbeiten in der Hofkapelle 1563 und 1567 Zahlungen erhält.
1564 wird Licinio von Max II. angestellt und erhält 1567 eine Zahlung für ein Bildnis des Kaisers. Es gibt weitere Hofbesoldungen von 1568 und 1571. 1574 muss sich der Künstler wieder in Venedig aufgehalten haben (Testament).
Im Jahre 1575 erhält er vom erzherzoglichen Hofe in Graz eine Zahlung für ein Bildnis der Erzherzogin Maria und das Altarblatt für die Hofkapelle der Burg. Licinio bleibt auch weiterhin unter Rudolf II. in Anstellung (1577).
1584 wird der Künstler in einer Urkunde des Staatsarchivs in Venedig als "Giulio Romano" erwähnt, nicht, weil er auf seinen Wanderungen auch nach Rom gekommen ist, wie man früher glaubte, sondern in Ansehung seiner Anstellung als kaiserlicher Hofmaler.
Die letzte urkundliche Erwähnung Licinios datiert auf den 12. Juli 1593.

 
4. WERK in Wien

keine erhalten

5. ABBILDUNGEN
6. BIBLIOGRAPHIE

WART, Arslan, Licinio Giulio in: U. Thieme und F. Becker, Allgemeines Lexikon der Bildenden Kunst.

©Monika Franceschini, Juni 2003

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