| 5.
WERK (chronologisch)
5.1 Altarbilder:
5.1.1 Salzburg, Mülln, Pfarrkirche Unserer Lieben Frau Mariae Himmelfahrt
Angeblich schuf Pietro Antonio Lorenzoni auf Veranlassung des Erzbischofs Schrattenbach für die Pfarrkirche ein Fahnenblatt (1749) (Thieme-Becker 1929, S. 394) sowie ein in Stuck eingelassenes Leinwandbild für die Kredenz an der Nordwand des Chores mit der Almosenspende des hl. Thomas von Villanova, der Almosen an Bettler und Versehrte verteilt (1751) (Dehio 1986, S. 645; Thieme-Becker 1929, S. 394, ÖKT IX 1912, S. 194, 210; Hahnl 1968, S. 16; Hahnl 1998, S. 8). Eine Skizze dazu befand (befindet?) sich in Salzburger Privatbesitz (ÖKT XVI 1919, S. 67).
Hahnl (1998) schreibt in seinem jüngeren der beiden Kirchenführer die Ölgemälde im Presbyterium (Anbetung der Hirten, Anbetung der Könige, Maria Immaculata verehrt von den hll. Thomas von Aquin, Bernhard von Clairvaux, Augustinus und Johannes Evangelista) ebenfalls Lorenzoni zu (Hahnl 1998, S. 8).
5.1.2 Annaberg b. Salzburg, Pfarrkirche St. Anna
Angeblich fertigte Lorenzoni für die Pfarrkirche Annaberg einen Seitenaltar mit dem hl. Leonhart (Thieme-Becker 1929, S. 394).
5.1.3 Zell am See
Hier befand sich angeblich ein Hochaltarbild von P. A. Lorenzoni (nicht erhalten) (Thieme-Becker 1929, S. 394).
5.1.4 Strobl a. Wolfgangsee, Pfarrkirche hl. Sigismund
Für die Pfarrkirche Strobl fertigte Lorenzoni das rechte Seitenaltarblatt (siehe Abb. 1) mit dem hl. Franz von Sales in seiner Studierstube (signiert: P': Ant': Lorenzoni Inv: et Pinx: 1760) (Dehio 1986, S. 415; Thieme-Becker 1929, S. 394, ÖKT X 1913, S. 28; Neuhardt 1992, S. 10).
5.1.5 Marienberg b. Burghausen (Deutschland), ehem. Pfarr- und Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt
Für die Wallfahrtskirche Marienberg bei Burghausen (Oberbayern) schuf Lorenzoni zwei Seitenaltäre. Zum einen den sogenannten Berhardsaltar mit der „Vision des großen Zisterzienserheiligen (Christus nährt ihn mit einem Blutstrahl, Maria lactans)“. Das Altarbild ist signiert und stammt aus dem Jahr 1762. Zum anderen den Anna-Altar: „Maria reicht ihrer Mutter das göttliche Kind“ (1762) (Thieme-Becker 1929, S. 394; Kreilinger 2001, S. 10f.; Dehio 1990, S. 619).
5.1.6 St. Georgen b. Salzburg, Dekanatskirche hl. Georg
P. A. Lorenzoni fertigte hier die Seitenaltarbilder (1763). Links die hll. Leonhard und Florian vor der Maria Immaculata (siehe Abb. 2), im Aufsatz der hl. Michael. Rechts die hl. Familie, im Aufsatz der hl. Andreas. Die Altarbilder sind signiert mit: Pet: Ant: Lorenzoni Inv: et Pinxit 1763 (Dehio 1986, S. 341; Thieme-Becker 1929, S. 394; ÖKT X 1913, S. 443).
5.1.7 Buchbach b. Mühldorf (Deutschland), Pfarrkirche St. Jakob
In der Mitte der Nordseite der Kirche befindet sich der Walburga-Altar (1766/67) von Lorenzoni mit Darstellung der Titelheiligen (Thieme-Becker 1929, S. 394; Dehio 1990, S. 147).
5.1.8 Salzburg, St. Peter, Friedhof, Gruftarkaden
Die Arkaden sind – beginnend im Norden bei der Veitskapelle – durchlaufend nummeriert. In der Arkade Nr. 6 (früher die Familiengruft der Lorenzonis) hängt ein Bild mit der Vision des hl. Ezechiel (siehe Abb. 3) hinter dem die Toten aus den Gräbern steigen, (um 1766) das von Lorenzoni stammt (ehem. signiert: Pet. Ant. Lorenzoni inv. pinx. ). Über dem Geschehen wacht das Auge Gottes, in der Luft fliegen Schädel und Gebeine herum (Dehio 1986, S. 547; Thieme-Becker 1929, S.
394; Pillwein 1821, S. 135; ÖKT XII 1913, S. 187). Laut Pillwein (1821) befand sich ein weiteres Gemälde Lorenzonis in der Arkade Nr. 28 (Pillwein 1821, S. 136), das er allerdings als wertlos bezeichnet.
5.1.9 St. Gilgen, Pfarrkirche St. Ägydius
Für die Pfarrkirche St. Gilgen schuf Lorenzoni 1768 angeblich das Hochaltarbild mit dem hl. Ägydius und die Altarbilder der Seitenaltäre. Im linken Seitenaltar die Anbetung der Hirten, im Aufsatz Gottvater und die Taube. Im rechten Seitenaltar die Anbetung der hl. drei Könige, im Aufsatz der hl. Veit im Kessel betend (Thieme-Becker 1929, S. 396; ÖKT X 1913, S. 17). Johannes Neuhardt widerspricht dieser Vermutung und schreibt alle Altarblätter dem Salzburger Maler Benedikt Werkstätter zu (Neuhardt 1982, S. 7).
5.1.10 Salzburg, Benediktinerinnenabtei Nonnberg, Abteikirche
An der Ostwand der westlichen Kapelle befindet sich in einem barocken Marmoraltar ein Altarbild mit dem Tod des hl. Benedikt (1769) von P. A. Lorenzoni (signiert: Pet. Antonius Lorenzoni inv. et pinxit 1769 ) (Dehio 1986, S. 554; Thieme-Becker 1929, S. 394). Der sterbende Heilige wird von zwei Ordensbrüdern zu seiner sterbenden Schwester, der auf einer Strohmatte liegenden hl. Scholastika, geführt, bei der drei Nonnen knien. Oben die hl. Dreifaltigkeit in Glorie mit Engelsköpfchen und Putten (ÖKT VII 1911, S. 36).
5.1.11 Itter, St. Josef
Für die St. Josefs-Kirche in Itter schuf Lorenzoni die Bilder (um 1770) der drei Rokoko-Altäre.
5.1.12 Salzburg, St. Peter, ?
Thieme-Becker gibt an, dass sich ein 1772 datiertes Kruzifixbild von Lorenzoni im Stift St. Peter in Salzburg befindet. Ein genauer Aufbewahrungsort ist nicht angegeben (Thieme-Becker 1929, S. 394; ÖKT XII 1913, CLXXIX).
5.1.13 Salzburg, St. Sebastian, Friedhof
Im Wandgrab von Johann Kherschpamer (Kerschbaumer) (Arkade Nr. 17) befindet sich ein Bild mit der Auferweckung des Lazarus von Lorenzoni (signiert: Pet. Ant. Lorenzoni pinxit 177. ) (ÖKT IX 1912, S. 147). Im Dehio und Thieme-Becker wird das Bild auf das Jahr 1773 datiert (Dehio 1986, S. 620; Thieme-Becker 1929, S. 394).
Nach Pillwein befanden sich weitere Werke Lorenzonis im Kirchhof von St. Sebastian, die allerdings von einem Feuer am 30. April 1818 vernichtet wurden (Pillwein 1821, S. 136).
5.1.14 Salzburg, St. Peter, Friedhof, Margarethenkapelle
In der Salzburger Margarethenkapelle befindet sich ein Hochaltarbild Lorenzonis mit der hl. Margaretha (1777). Die Heilige steht auf Wolken; oben der hl. Amand (seine Reliquien wurden einst in der Kapelle beigesetzt) und mehrere große Engel (signiert: Pet. Ant. Lorenzoni invenit 1776) . Das Gemälde ist heute an der Südwand angebracht (ÖKT XII 1913, S. 143; Dehio 1986, S. 546; Thieme-Becker 1929, S. 394; Hermann 1999, S. 19).
5.1.15 Köstendorf, Altersheimkapelle Unserer Lieben Frau sieben Schmerzen
Die Kapelle zu Unserer Lieben Frau sieben Schmerzen wurde 1963/64 anstatt der ehemaligen Schwabenkapelle an das Altersheim Köstendorf angebaut. Das Altarblatt mit der Pietà (1776) von Pietro Antonio Lorenzoni (signiert: Pet: Ant: Lorenzoni invenit 1776) wurde in die neue Kapelle übernommen (ursprünglich befand es sich am Seitenaltar der Filialkirche Pfongau) (Dehio 1986, S. 191; Pillwein 1821, S. 136; ÖKT X 1913, S. 101, 114).
5.2 Porträts:
5.2.1 Selbstporträt
Das kleine Selbstporträt aus dem Jahr 1754 (siehe Abb. 4) hält ihn als noch jungen Mann in farbenfroher Künstlertracht und in selbstbewusster Ausübung seiner Kunst fest (Kat. Salzburg 1991, S. 191).
5.2.2 Mozart-Familie
Peter Anton Lorenzoni porträtierte fast alle Mitglieder der Mozart-Familie. Die Bildnisse befinden sich im Mozart-Geburtshaus in Salzburg und sind demnach im Besitz der Internationalen Stiftung Mozarteum.
5.2.3 Erzbischof Siegmund Graf von Schrattenbach
Im Thieme-Becker werden vier Porträts des Erzbischofs Sigismund Christoph Graf von Schrattenbach (Hofzahlamtsrechnungen), datiert auf das Jahr 1772, erwähnt.
5.2.4 Pater Dominikus Beck
Ebenso wird ein Porträt (1781) des Pater Dominikus Beck (Kupfertitel) in dessen „Briefe eines Reisenden über Mathematik“ erwähnt (Thieme-Becker 1929, S. 394).
5.3 Sonstiges:
5.3.1 Salzburg, Städtisches Museum Carolino-Augusteum:
Im Salzburger Museum befindet sich ein Ölgemälde der Kreuzigung Christi mit Magdalena in nächtlicher Landschaft (um 1750/60, IN 2161/49) (Thieme-Becker 1929, S. 394; ÖKT XVI 1919, S. 167; Kat. Salzburg 1991, S. 191).
Außerdem besitzt das Museum eine Sepiafederzeichnung (siehe Abb. 9) mit der Auferweckung des Lazarus (1753, IN 1366/49) (Kat. Salzburg 1991, S. 197).
Laut Pillwein befanden sich im zweiten Geschoss des Schlosses Leopoldskron ein oder mehrere Konversationsstücke die „eine Köchin, 2 Küchenstücke und ein(en) Farbenreiber” zeigen (Pillwein 1821, S. 136; Thieme-Becker 1929, S. 394).
5.3.2 Nürnberg, Germanisches Nationalmuseum
In der Graphischen Sammlung des Germanischen Nationalmuseums in Nürnberg befinden sich zwei Zeichnungen (Altarblattentwürfe) Lorenzonis (siehe Abb. 10 u. 11). Zum einen „Die Heimkehr des verlorenen Sohnes“ (Hz 4915), zum anderen „Die Verkündigung an Maria“ (HZ 4472) (beide 1754).
5.3.3 Salzburg, Residenzgalerie
Die Salzburger Residenzgalerie besitzt angeblich eine Sepiaskizze des hl. Sebastian aus dem Jahr 1766 (Thieme-Becker 1929, S. 394).
5.3.4 Thalgau, St. Martin
Lorenzoni wurde 1750 beauftragt eine Skizze mit dem hl. Martin für die St. Martinskirche in Thalgau anzufertigen. Der Auftrag für das Altarbild ging aber aufgrund des hohen Preises an einen anderen Maler namens Benedikt Werkstätter (ÖKT X 1913, S. 231). |